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Batman vs. Superman: Dawn Of Justice

Bitte den folgenden Beitrag in Slow Motion lesen.

snyder

Batman vs. Superman ist wahrscheinlich die am meisten erwartete Comic-Adaption der letzten Jahre. Nicht nur wegen dem Aufeinandertreffen dieser zwei Superhelden-Schwergewichte, sondern bestimmt auch wegen dem Trubel den es im Vornherein um den Film gab – Ben Affleck als Batman? Laufstegliese Gal Gadot als Wonder Woman? Jesse Eisenberg als Lex Luther? Viele waren schon im Voraus der Meinung: Das kann gar nichts werden. Ich persönlich bin jedoch relativ entspannt an diesen Film gegangen: Ben Affleck finde ich als Regisseur und mittlerweile auch als Schauspieler top. Jesse Eisenberg fand ich bisher immer überzeugend, und zu Wonder Woman habe ich schlichtweg keinerlei Bezug. Zudem fand ich “Man Of Steel” ganz in Ordnung und Henry Cavill als Superman relativ überzeugend.

Regisseur dieses Blockbusters ist kein Geringerer als Zack Snyder. Mr. SloMo persönlich – und das reibt er einem in diesem Film leider in nahezu jeder dritten Szene unter die Nase. Einstellungstechnisch versteht Snyder sein Handwerk, doch war sein markanter Stil zu Zeiten von “300” und “Watchmen” noch interessant und frisch, ist er mittlerweile so oft kopiert dass einem mittlerweile selbst ein tropfender Wasserhahn spannender vor kommt. Leider versteht es Snyder auch in diesem Film nicht eine gewisse Harmonie zwischen den Szenen herzustellen – hektische Schnitte vorallem in den Anfangsszenen werden immer wieder durch Slow-Motion-Effekthascherei unterbrochen. Und noch dazu so billig: Es trägt leider nichts zu einer Actionszene bei, wenn man Gewehrkugeln in Zeitlupe auf den Boden rasseln sieht. War mal cool, ist aber seit ungefähr 6 Jahren so out wie Tokyo Hotel.

Gute alte Zeit...
Gute alte Zeit…

Nicht falsch verstehen: Snyder’s Regiearbeit ist gut. Aber mehr eben nicht, denn die fokussierte Darstellung der starken Hauptdarsteller, die vorallem in den ruhigen Momenten vollends überzeugen kann wird durch etliche Fehler weit von einer “überragenden” Wertung weg getragen.

Zur Story: Seit Superman / Kal-El / Clark Kent in “Man Of Steel” seinen Widersacher Zod besiegen konnte, wird er von der Menscheit entweder verehrt oder gehasst – einige verleihen ihm Gottesstatus, andere sehen in ihm vor allem ein unkontrollierbares Sicherheitsrisiko. Wieder andere – wie bspw. Bruce Wayne / Batman – hassen ihn aus eher persönlichen Gründen. Während Superman hier und da ein paar Menschen rettet erforscht Lex Luther Zod’s Leiche und Raumschiff und findet die einzige Waffe, die Superman verletzen kann: Kryptonit. Im weiteren Verlauf des Films versucht Luther Batman und Superman gegeneinander auszuspielen, am Ende kommt’s zum großen Kampf inklusive einem beeindruckenden Bösewicht. Mehr will ich an dieser Stelle nicht verraten.

Die Darstellungen von Affleck und Cavill sind gut und überzeugend, und leider war’s das auch schon. Amy Adams wirkt gottseidank nicht ganz so überflüssig wie in “Man Of Steel”, die restlichen Nebendarsteller (hier zähle ich Gal Gadot hinzu) bleiben entweder blass (u.a. Irons) oder rufen eine gewisse Fremdscham hervor (u.a. Gadot, v.a. in ihrem ersten “Superhelden”-Posing-Moment). Die schauspielerischen Leistungen sind in diesem Film jedoch nicht das größte Problem. Auch Snyder’s Regieführung nicht.

Beruf: Drehbuchautor!

Und auch nicht Zimmer’s höchst generischer Soundtrack. Es ist das Drehbuch…MEINEGÜTEWERHATDASGESCHRIEBEN?! – Möchte man schreien. Die Dialoge sind leider zum Heulen schlecht. Die Story ist in Ansätzen vorhanden, doch die Motivation der Charaktere bleibt stets undurchsichtig – und Alter Falter sind das alles Unsympathen. Es gibt in diesem Film nicht eine einzige Figur mit der man mitfiebern möchte. JEDER Charakter handelt aus höchst egoistischen Gründen, und selten sind diese dermaßen klischeebeladen, das einen auch die – sehr häufig vorkommenden – Traumsequenzen, die wohl eine gewisse Vielschichtigkeit der Hauptfiguren bestärken sollen, nicht darüber hinweg täuschen können das ein 13-jähriger große Teile dieses Films hätte schreiben können. Nicht alles ist schlecht, doch ein Großteil ist wahrlich unglücklich, nicht nachvollziehbar und absolut ungenießbar.

 

Für wen ist nun also dieser Film? Superheldenfans werden die schwachen Helden kritisieren. Actionfans die häufigen Längen, in denen der Film versucht seine Geschichte zu erzählen. Zu lachen gibt es auch nichts, die Romanze ist wie schon in “Man Of Steel” zum Ausrutschen schleimig, und die Geschichte ist künstlich kompliziert konstruiert und tropft dennoch vor lauter Klischees und findet ihren Gipfel in einem höchst fragwürdigen Wendepunkt. “Batman vs. Superman” ist kein grottenschlechter Film, aber weit weg davon gut zu sein, und deshalb erhält der Film

5,5 / 10

Capes.

SuperSad

 

 

 

 

PS: Ich habe das nicht in die Wertung einfließen lassen – aber bei meinem Kinobesuch gab es extremes Ghosting beim 3D –  ging das nur mir so?

PS2:

'nuff said
’nuff said
Published inFilm

Ein Kommentar

  1. […] einem anderen Film haben und das war’s gewesen. Um ehrlich zu sein: Nach Batman vs. Superman (Review im Blog) fühlte ich mich bestätigt – Ja, Gadot fiel nicht negativ auf, konnte jedoch auch nicht […]

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